Hansaviertel
Das Hansaviertel liegt in der Niederung des eiszeitlichen Warschau-Berliner-Urstromtales. Eine feuchte Gegend, die als Schöneberger Wiesen bezeichnet wurde. Das Stadtwachstum von Berlin führte zu einem Bebauungsdruck in der Umgebung der Berliner Kernstadt. So begann ab 1874 durch die Berlin-Hamburger Immobilien-Gesellschaft mit der Erschließung des Gebiets. Der Bebauungsplan vom 21.03.1874 gilt als Gründungsurkunde des Hansaviertels. Im Zentrum des Viertels liegt der sternförmige Hansaplatz. Die Bebauung war gemäß königlicher Ordre auf das Erdgeschoß und zwei Obergeschosse begrenzt. Im 2. Weltkrieg wurde das Viertel weitgehend zerstört. 1953 erfolgte dann ein Senatsbeschluß zum Wiederaufbau, der dann im Rahmen der „Internationalen Bauausstellung Interbau 1957“ erfolgte. Auf 25 ha wurden 1300 Wohneinheiten von namhaften Architekten errichtet. Im Gegensatz zur früheren dichten Bebauung erfolgte eine lockere Bebauung mit Punkthäusern, Scheibenhäusern und Zeilenbauten, die von Grünflächen umgeben waren.
alle Bilder © Rüdiger Nathusius